Isssssssssshhhhh! Viel Arbeit, viel Arbeit.
Zum Glück haben wir heute etwas früher freibekommen, sodass ich Zeit habe, meinen Blogeintrag zu schreiben, bevor es Dienstag morgen AB IN DEN UUUURLAAAUB! geht (grinsenden Michael Ballack dazu vorstellen).
Zum Glück haben wir heute etwas früher freibekommen, sodass ich Zeit habe, meinen Blogeintrag zu schreiben, bevor es Dienstag morgen AB IN DEN UUUURLAAAUB! geht (grinsenden Michael Ballack dazu vorstellen).
Momentan arbeiten nämlich fast alle Farmfreiwilligen bei einer großen Geburtstagsfeier circa 30 Kilometer entfernt von hier. Ein finanziell ganz gut bestückter Weißer feiert nämlich auf seinem Feriengrundstück in der Nähe von Groot Marico seinen 40. Geburtstag (er hat zwar erst im Oktober Geburtstag, scheint hier aber nicht so relevant zu sein). Das eigentlich in Johannesburg wohnende Geburtstagskind kam über Arno auf uns zurück, da er noch Kellner für die Feier brauchte. Was gibt es für die Gäste extravaganteres als ein Dutzend deutsche Freiwillige? Jedenfalls arbeiten wir nun schon seit Freitag von morgens bis abends, allerdings dürfen wir währenddessen seinen Pick-Up fahren und das ein oder andere Gericht selbst genießen. Nebenbei zahlt er den Sprit und wir werden mit einer noch unbekannten Summe vergütet (da wir den ganzen Tag dort arbeiten, finden wir ca 75€ p.P. für zusammengerechnet 4 gesamte Tage etwas happig). Positiv ist natürlich auch, dass wir einiges erleben und die totale Gegenseite vom Leben in Südafrika kennenlernen können. Neben der ersten Autofahrt mit Pick-Up, vier Kollegen hinten drauf und Verkehr falschherum (aber es war sooooo coooooooool!!!) arbeiten wir mit dem Sohn eines berühmten südafrikanischen Künstlers zusammen, haben Bekanntschaften zu Kapstädtern geschlossen, ein Heubüffel-Feuer-Spektakel mitansehen können und sind zu guter letzt mit den restlichen verbliebenen Gästen zu einem der besten DJs aus Südafrika abgefeiert. Unsere Mägen sind teilweise leider etwas verstimmt - wahrscheinlich hat uns das gute Essen nicht bekommen, hier gibts ja immer nur Nudeln - aber für ein ordentliches Chocolate Symphony Dessert war es das allemal Wert!
Der Anfang der Woche lief übrigens recht alltäglich ab, es ist soweit nichts Besonderes passiert. Nach einem deprimierenden und unnormal heißen Tag in der Schule, startete "Projekt Mädchenfußball". Ich hatte mir eigentlich gar nicht viele Hoffnungen gemacht, dass beim ersten Versuch viel Interesse zu erkennen sein würde. Die Realität war allerdings verblüffend: Nachdem es Anfangs etwas schleppend voran ging, fanden immer mehr und mehr Mädchen trotz der Hitze Spaß daran, mitzumachen. Am Ende spielten wir sogar eine kleine Runde mit Teams auf Toren, wobei die Schuluniformen der Mädchen sehr schmutzig wurden - sie sind mit vollem Einsatz dabei! An dieser Stelle auch eine herzliche Bitte an alle Blogleser: Falls ihr alte Leibchen, Bälle oder andere nützliche Fußballutensilien loswerden wollt und es zusätzlich einrichten könntet mir diese zu schicken oder meinen Eltern über Weihnachten mitgeben könntet, wäre das super nett und hilfreich! Ich kann vor Ort sicherstellen, dass die Sachen gut behandelt und genutzt werden...Also, ich zähle auf Euch! Das Ganze ist schließlich auch für einen guten Zweck. Schreibt mir einfach eine Mail oder SMS! Ich habe schon beim ersten Spielen gespürt, wie viel Spaß es den Mädchen bringt, zusätzlich schafft es den nötigen Ausgleich zum anstrengenden Schulalltag (mit insgesamt einer Stunde Pause 7h täglich in einem stickigen 64-Schüler-Raum wäre auch jeder andere von uns am Ende ein bisschen verballert).
Donnerstag war zum Glück keine Schule, gegen Mittag ging es nämlich endlich zum 12er-Abschluss meiner Schule ("Matric Dance") nach Mafikeng - wer sich erinnern kann; wir hatten uns dafür schon vor circa drei Wochen eingetragen. Die Veranstaltung fand im Vereinsheim eines edlen Golfplatzes statt - die Feier hingegen war zwar elegant (wir sind gar nicht so sehr aufgefallen mit unserem 15€-Mr. Price Outfit!), aber eher weniger unterhaltsam. Interessante Erfahrung natürlich, aber unendlich viele Reden, halb Setswana, halb Englisch, kann man sich dann doch sparen. Das Essen war allerdings sehr gut und vorher hatten wir auch noch Zeit um eine kleine Shopping-Tour zu starten. So konnte ich endlich das Südafrikanische Springbok (-> südafr. Nationalmannschaft) Rugby Trikot kaufen. Das ganze gab's für umgerechnet 23€ plus einem Rugby gratis (schade, dass die Locals eher Fußball spielen). Spät ging es zurück nach Hause, ich konnte gegen 3 Uhr nachts schlafen. Allerdings war Freitag auch keine Schule, dementsprechend konnte ich bis zur Shopschicht um neun ausschlafen.
Der Urlaub ist mehr oder weniger auch in trockenen Tüchern, von Dienstag früh morgens bis Sonntag geht es mit dem Mietwagen sechs Tage in Richtung bzw. durch den Kruger-Nationalpark im Nord-Osten Südafrikas. Ich bin sehr gespannt und freue mich nebenbei noch aufs Autofahren. Näheres gibt es dann wahrscheinlich nächsten Montag hier zu lesen - und vor allem viele Fotos!!!
Sharp, sharp!
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